Dunkelretreat und Fasten – ist das sinnvoll?
Ich werde oft gefragt, ob es notwendig sei, im Dunkelretreat zu fasten.
Ja! Unbedingt. Fasten während eines Dunkelretreats ist sehr hilfreich.
Auf meine Frage, was denn dagegen spreche, erhalte ich oft diese Antworten:
- ich bin schon so dünn – und will nicht abnehmen;
- will nicht auf Essen verzichten, weil ich so gerne esse;
- Angst, dass ich dann Magenschmerzen bekomme;
- möchte nicht hungern;
- denke, ich sterbe dann vor Hunger;
- ich kann mir nicht vorstellen, so lange nichts zu essen …
- Alle Antworten sind Glaubenssätze, die in der Regel in früher Jugend entstanden sind. Es geht genau darum, sich dieser und der damit verbundenen Angst bewusst zu werden und sie zu transformieren. Und dafür ist ein Dunkelretreat sehr gut geeignet.
Ein längerer Aufenthalt im Dunkelretreat unterstützt die Reinigung der Psyche von alten Denk-, Fühl- und Verhaltensmustern. Das Fasten unterstützt diesen psychologischen Prozess zusätzlich durch die innere Reinigung des Körpers.
Beim längeren Fasten schaltet der Körper vom Kohlenhydratstoffwechsel in den Fettstoffwechsel um. Das heißt, es werden körpereigene Fette abgebaut, um Energie zu gewinnen. Die Fettzellen sind eine Art “Mülldeponie” des Körpers, in die mit der Zeit alle möglichen Abbauprodukte des Körpers, Schlacken und Giftstoffe eingelagert werden. Beim Fasten werden durch den Abbau der Fettzellen diese Stoffe wieder freigesetzt und über den Darm und die Nieren ausgeschieden.
So wird der Körper gründlich von Innen her gereinigt, was viele positive Effekte auf Körper – und rückwirkend auf den Geist – hat. Von daher ist Fasten in Kombination mit Dunkelretreat eine wunderbare Ergänzung und Potenzierung der Reinigungsprozesse auf der körperlichen, emotionalen und mentalen Ebene.
Ist der Innenraum klar und leer, können die höheren Bewusstseinsebenen unseres menschlichen Seins wieder mehr ins Bewusstsein, Fühlen und Handeln kommen.
In der Broschüre von Wörwag Pharma “Durch Heilfasten wie neugeboren” finden sich folgende Zeilen, die ich sehr treffend finde:
“Fasten ist nicht hungern.
Wer hungert, fastet nicht.
Die Fastenkur ist eine moralische Herausforderung,
eine „Charakterkur“,
die den Menschen festigt und stärkt.
Fasten bedeutet „sich festigen“
und „Festigkeit gewinnen“,
Ziel ist also der Gewinn psychischer Festigkeit
und innerer Ordnung.
Fasten ist eine Verhaltensweise selbständiger Menschen,
die sich frei entscheiden und eine Verantwortung für
ihren Körper übernehmen wollen.”
„Wenn Krankheiten nicht heilen, ist es leicht, die Schuld bei anderen zu suchen. Man muss kraftvoll daran gehen, Ordnung zu schaffen und beginne beim eigenen Ich.“ (Zitat aus dem Weisheitsbuch I GING)”
Heilfasten “heilt die Krankheiten, trocknet die überschüssigen Säfte im Körper aus, vertreibt die bösen Geister, verscheucht verkehrte Gedanken, gibt dem Geist größere Klarheit, macht das Herz rein, heiligt den Leib und führt schließlich vor den Thron Gottes“ (alte Weisheit, entnommen aus “Das große Buch der alternativen Heilmethoden”).
Mehr Informationen zum Heilfasten nach Buchinger
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