Inneres Licht im Dunkelretreat

Das Bild zeigt einen goldenen Punkt mit Lichstrahlen davon weggehend in Gold was ein Inneres Licht symbolisieren soll

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Inneres Licht im Dunkelretreat – Brigitte-Interview Saskia John

Inneres Licht im Dunkelretreat? Das ist für viele Menschen unvorstellbar. Auch im Brigitte-Interview ging es um inneres Licht und weitere Fragen rund um das Dunkelretreat. Anlass war die Veröffentlichung meines neuen Buches „Im Dunkelretreat. 26 Tage in völliger Dunkelheit. Ein Bewusstseinsexperiment.

Da in einem Interview aus Platz- und Zeitmangel oft vieles wegfällt, ergänze ich in diesem Text die Brigitte-Fragen an einigen Stellen mit weiteren Informationen.

BRIGITTE: Sie haben 62 Tage Ihres Lebens in einem dunklen Raum verbracht. Warum tut man sich das an?

Mir etwas antun?

Im Gegenteil!

Mich entspannt die Dunkelheit – sie hüllt mich ein wie eine warme kuschlige Decke. In der Dunkelheit bin ich viel tiefer mit mir und meinem Körper verbunden. Meine Seele entspannt sich, der Körper wird wieder viel geschmeidiger. Es fühlt sich an wie eine Verjüngungskur. Das ist so wohltuend!

Inneres Universum wird bewusster

Meine Aufmerksamkeit wird nicht von äußeren To-Dos abgelenkt. Dadurch wird mir mein inneres Universum, meine Innenwelt bewusster. Ich erfahre, wie ich in der Tiefe ticke; erkenne, wer ich bin, und wer ich nicht bin. So komme ich verborgenen kindlichen und kulturellen Prägungen auf die Spur. Und wenn ich die erkenne, kann ich Verhaltensmuster, die mir nicht entsprechen, leicht ändern. Dadurch kreiere ich ein Leben nach meinem Herzen.

BRIGITTE: Angst vor dem Dunkelretreat ist nachvollziehbar, die Dunkelhaft ist ja eine Foltermethode.

Angst vor dem Dunkelretreat ist weit verbreitet. Viele unserer Ängste werden in die Dunkelheit hineinprojiziert. Das geschieht schon in der Kindheit. Es gibt so viele Kinder mit Angst vor der Dunkelheit.

Wenn ich Menschen mit Angst vor dem Dunkelretreat befrage, wovor sie Angst haben, höre ich solche Aussagen:

Ich habe Angst

  • eingesperrt zu sein und nicht mehr herauszukommen;
  • vergessen zu werden;
  • vor Geistern;
  • zu ersticken;
  • vor Wahnsinn (die kenne ich auch!)
  • vor der Angst (wer hat die nicht?


Diese Angst hat fast immer mit angsteinflößenden Kindheitserfahrungen zu tun, zum Beispiel

  • eingesperrt worden zu sein im Kinderzimmer oder einem anderen Raum,
  • zur Strafe in den dunklen Keller oder in eine dunkle Kammer gesteckt worden zu sein;
  • es wurde dem Kind auf irgendeine Art Angst gemacht vor der Dunkelheit
    • entweder von Geschwistern, Cousins und Cousinen,
    • oder von Verwandten oder den Eltern;
  • das Kind war abends allein zu Hause und war überwältigt von der Angst, da der Schutz gefühlt fehlte.

 

Oder wir landen bei unverarbeiteten Kriegsszenarien aus dem 2. Weltkrieg. Wer ein Dunkelretreat machen möchte, muss und möchte sich seiner Angst vor dem Dunkelretreat stellen.

Dunkelretreat und Dunkelhaft sind zwei verschiedene Dinge. Der wesentliche Unterschied liegt in der Freiwilligkeit und in der Freiheit, beim Dunkelretreat den Dunkelraum jederzeit bei Bedarf verlassen zu können. Bei der Dunkelhaft nicht!

Ich habe dazu ein Video gemacht, wo ich ausführlich auf die Unterschiede zwischen Dunkelretreat und Dunkelhaft eingehe.

BRIGITTE: Wie müssen wir uns so einen Dunkelraum vorstellen?

Im Video Dunkelretreat – So sieht der Dunkelraum aus beschreibe ich ausführlich einen meiner drei Dunkelräume.

BRIGITTE: Waren Sie mal versucht, die Vorhänge zu lüften?

Nein.

BRIGITTE: Sie haben im Dunkeln innere Lichter gesehen?

Viele Menschen können sich inneres Licht nicht vorstellen. Sie denken, inneres Licht sei eine Metapher. Nein, das ist es nicht. Es gibt in unserer Innenwelt einen unbeschreiblich schönen lichtvollen Bereich, der genauso erfahren werden kann, wie das Sonnenlicht.

Dabei kommt Licht in vielen verschiedenen Farben vor. Auch die Strahlintensität ist unterschiedlich. Je höher du schwingst, umso strahlender.

 

Weitere Fragen von Brigitte waren:

Lagern dort die dunklen Seiten der Vergangenheit?

Sie haben sich also Ihres inneren Kindes angenommen.

Und beim letzten Retreat war dann alles erleuchtet?

Was muss man sich unter „lichtvollen Ebenen“ vorstellen?

Konnten Sie das Erlebte in den Alltag hinüberretten?

Heißt das, Sie begeben sich wieder in die Dunkelheit?

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Saskia John

Über die Autorin:

Saskia John wurde in der ehemaligen DDR geboren und studierte dort Veterinärmedizin. Nach der Wende absolvierte sie eine Ausbildung zur Heilpraktikerin. Seit 1994 arbeitet sie in ihrer eigenen Praxis. Sie unterstützt Menschen auf ihrem persönlichen Weg zu Heilung und spirituellem Wachstum.
Dabei greift sie auf langjährige Erfahrung in der Trauma Heilung, Inneren-Kind-Arbeit und in der Begleitung von Dunkelretreat-Prozessen zurück. Ihre Arbeit ist geprägt von Reisen nach China und Japan, die sie mit fernöstlichen Heilmethoden in Berührung kommen lassen.
Das Dunkelretreat ist ihr Herzens- und Forschungsprojekt. Sie selbst verbrachte insgesamt 62 Tage in absoluter Dunkelheit. „26 Tage Dunkelheit – Ein Bewusstseins-Experiment“ ist ihr zweites Buch.

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