Deutschlandfunk Nova Reporterin im Selbstversuch Dunkeltherapie

weibliche Hände, die ein Teelicht halten

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Deutschlandfunk Nova Reporterin im Selbstversuch Dunkeltherapie

Deutschlandfunk Nova Reporterin im Selbstversuch Dunkeltherapie. Allein das Wort Dunkelretreat, auch unter Dunkeltherapie bekannt, löst bei vielen Menschen, die zum ersten Mal davon hören, meist zweierlei aus: Faszination und Angst. Hingezogen-Sein und Abstoßung.

Wer sich auf das Dunkelabenteuer einlässt, weiß, wovon ich rede. Fragen tauchen auf, die im „normalen“ Alltag mit Tageslicht ohne Bedeutung sind: Werde ich im Dunkeln den Tee und die Tasse finden? Kann ich Tee eingießen, ohne zu kleckern? Finde ich die Toilette wieder? Wie geht Duschen im Dunkeln? Bekomme ich Hunger? Was mache ich den ganzen Tag? Wird das nicht langweilig? Die ganze Zeit ohne Handy – oh mein Gott, wie soll das gehen? Woher weiß ich, wie spät es ist? Gerade bei der Frage nach der Uhrzeit zeigt sich, wie sehr wir unser ganzes Leben nach der Uhr und vorgegebenen Dingen ausrichten. So sehr, dass sogar im Dunkelretreat, wo die Uhrzeit keinerlei Relevanz hat, die Frage „Wie spät ist es?“, auftaucht.

Im Licht der Dunkelheit wird schnell bewusst, wie sehr uns Glaubenssätze und Gewohnheiten unbewusst steuern. Dies zu erkennen, kann im ersten Moment erschreckend sein: Zu sehen, wie sehr uns Unbewusstes tagaus, tagein steuert – manchmal auch in Richtungen, wo wir bewusst gar nicht hinwollen. Und die Erkenntnis kann zugleich sehr erleichternd sein, denn im Moment, wo dies bewusst wird, hat ein Mensch wieder die Wahl: den Gewohnheiten zu folgen oder nicht. Das macht im Leben, im Lebensgefühl, einen großen Unterschied.

„24 Stunden Dunkelheit. 1440 Minuten sind das, 86.400 Sekunden. Ohne Möglichkeit mich abzulenken. Ich kann mir alles vorstellen: Eine erholsame Zeit, aber auch den blanken Horror.“
„Das ist keine Dunkelheit, an die sich die Augen mit der Zeit gewöhnen. Sondern es ist einfach schwarz.“
„Die Dunkelheit hat mich verschluckt – es fühlt sich toll an. Weil der Raum zumindest optisch verschwunden ist, bin da nur ich, eingelullt und ganz präsent.“
„Ich mache mir einen Spaß daraus im Dunkeln zu duschen und penne sofort wieder ein.“ Deutschlandfunk Nova Reporterin Franziska Felber

Wie die Reporterin die 24 Stunden Dunkelheit erlebte, kannst du im folgenden Beitrag anhören:
https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/selbstversuch-dunkeltherapie

In meinem ersten Buch „Grenzerfahrung Dunkelretreat“ berichte ich ausführlich über meine persönlichen und transpersonalen Erfahrungen in meinen beiden ersten Dunkelretreats.

In meinem zweiten Buch „Im Dunkelretreat. 26 Tage Dunkelheit. Ein Bewusstseinsexperiment“ beschreibe ich die Erfahrungen in meinem dritten Dunkelretreat.

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Saskia John

Über die Autorin:

Saskia John wurde in der ehemaligen DDR geboren und studierte dort Veterinärmedizin. Nach der Wende absolvierte sie eine Ausbildung zur Heilpraktikerin. Seit 1994 arbeitet sie in ihrer eigenen Praxis. Sie unterstützt Menschen auf ihrem persönlichen Weg zu Heilung und spirituellem Wachstum.
Dabei greift sie auf langjährige Erfahrung in der Trauma Heilung, Inneren-Kind-Arbeit und in der Begleitung von Dunkelretreat-Prozessen zurück. Ihre Arbeit ist geprägt von Reisen nach China und Japan, die sie mit fernöstlichen Heilmethoden in Berührung kommen lassen.
Das Dunkelretreat ist ihr Herzens- und Forschungsprojekt. Sie selbst verbrachte insgesamt 62 Tage in absoluter Dunkelheit. „26 Tage Dunkelheit – Ein Bewusstseins-Experiment“ ist ihr zweites Buch.

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