Coronavirus Angstspirale – 5 praktische Tipps, wie du da herauskommst

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Coronavirus Angstspirale – 5 praktische Tipps, wie du da herauskommst

In diesem Beitrag/Video gebe ich 5 praktische Tipps, wie Du aus der Coronavirus Angstspirale wieder herauskommst.

Oft ist die Angst nicht vor dem Coronavirus, sondern vor den Maßnahmen, die seitens der Regierung getroffen werden und die auf so gut wie jeden von uns im Alltag zukommen.

Täglich erhalte ich Nachfragen, was getan und wie sich geschützt werden kann. Fragen, die aus einer Angst heraus gestellt werden. Es ist oft eine tiefe Todesangst, die in diesen Tagen in vielen Menschen auflodert. Daher ist es mir ein Bedürfnis, ein paar praktische Tipps zu teilen, die nicht nur bei Angst vor dem Coronavirus hilfreich sind. Ein 1.-Hilfe-Angst-Notfallkoffer sozusagen, den ich aus meinen eigenen Erfahrungen zusammengestellt und der sich bei mir und anderen Menschen bereits bewährt hat.

Ich möchte voran stellen, dass diese Anregungen weder den Weg zum Arzt, Psychologen oder Heilpraktiker noch die eigene innere Auseinandersetzung mit dem Thema Angst ersetzen können.

 

Gedankenkarussell unterbrechen

Zunächst einmal ist wichtig: Angst beginnt meistens mit Angstgedanken. Wenn Du also bemerkst oder wahrnimmst, dass Deine Gedanken sich um das Coronavirus drehen und du spürst, dass das, was du über das Virus denkst oder gehört hast, dir Angst macht, dann stelle dich innerlich den Gedanken gegenüber und begegne ihnen mit einem lauten, klaren, entschiedenen STOPP!!! 

Dann wendest du dich bewusst anderen Inhalten zu, so, als wenn du auf der Fernbedienung einen anderen Fernsehsender einschaltest. Zipp! Umgeschaltet. Denke bewusst an etwas, was Dich aufbaut, Dir Freude bereitet und Wärme in Dein Herz bringt, wenn du nur daran denkst. 

Damit kannst du das Gedankenkarussell unterbrechen. Wichtig ist dein Wille und deine Entschiedenheit, mit der du das STOPP den Gedanken gegenüber setzt. Falls die Gedanken wiederkommen, wiederholst Du noch viel entschiedener dein Stopp!! 

Wenn das gelingt, dann verhinderst du allein schon über das STOPP!! 3 Dinge:

  • dass die Angst größer wird und Du in der Panik landest,
  • dass die Angst dich wie eine Tsunamiwelle mitreißt, du darin untergehst und du dich ihr gegenüber ohnmächtig und ausgeliefert fühlst,
  • dass die Angst bzw. Panik starke körperliche Symptome verursacht, mit denen du allein nicht mehr klar kommst.

 

Wenn du bemerkst, dass Dich Zweifel überkommen, du mal das eine, mal das andere über das Coronavirus denkst und am Ende überhaupt nicht mehr weißt, was du von der Corona-Angelegenheit halten sollst, dann könnte dir mein Video, wie Zweifel entstehen und wie du sie wieder auflösen kannst, weiterhelfen. Ich habe es unten im Text verlinkt.

 

Realität checken

Mach den Realitätscheck. Der könnte so aussehen: „Ich heiße (… Name …), bin 40 Jahre alt, heute ist der (… Datum …). Ich bin erwachsen. Ich stehe in meinem Wohnzimmer und fühle den Boden unter meinen Füßen.“
 
Schau dich um und sprich alles laut an, was du in dem Raum, in dem du dich befindest, siehst. „Ich sehe die Tür. Ich sehe die Couch stehen. Ich sehe das Fenster. Ich sehe den Boden, auf dem ich stehe. Es ist ein fester Boden. …usw“.
 
Der Realitätscheck unterstützt den rationalen Menschenverstand. Wiederhole das immer wieder. Und mittels deines Willens lässt du weiterhin keine Gedanken an das Coronavirus zu.
 

Erdung

Konzentriere dich auf den unteren Körper wie Bauch, Becken, Beine, Füße und bring die Energie nach unten in den Boden. Denke nach unten, fühle nach unten.
 
Eine Gehmeditation unterstützt die Erdung: Fühle dich IN deinem Körper. Laufe bewusst und sehr langsam, wie in Zeitlupe, umher und fühle den Boden unter den Füßen. SPÜRE, wie du läufst …, SPÜRE den Kontakt der Füße mit dem Boden. FÜHLE, wie der Boden Dir Halt gibt, wie er dich trägt, wie er dir einen sicheren Stand ermöglicht. 

Oftmals reichen bereits die ersten drei Punkte aus, um nicht in der Angstspirale zu landen.

 

Mit der Angst in Kontakt treten und reden

Wenn die Angst in Dir schon Fuß gefasst hat und du merkst, wie du den Boden unter den Füßen verlierst, dich vernebelt fühlst und nicht mehr klar denken kannst, spätestens dann nimm ein Kissen und lege es dir 2 bis 3 Meter gegenüber. Stell dir vor, dass das Kissen die Angst ist, die du in dir fühlst. Du projizierst also die Angst in das Kissen und sprichst es an, als wäre es ein kleines Kind, das große Angst hat: „Du hast Angst. Ich sehe und fühle deine große Angst. Ich bin da.“

Rede beruhigend mit diesen einfachen Sätzen auf das Kind ein. Dabei kannst Du, wenn die Angst sehr stark ist, weiterhin laufen. Laufe bewusst und langsam um das Kissen herum und rede weiter mit dem ängstlichen Kind.

Du redest dich praktisch aus der Coronavirus Angstspirale heraus bzw. sorgst durch das Reden dafür, dass du erst gar nicht so tief in der Angst landest.

Eine weitere Möglichkeit wäre, dass Du das Kissen in Deinen Arm nimmst und es hältst wie ein kleines Kind. Du redest beruhigend mit dem Kind, wie ich es zuvor schon aufgeführt habe. Du schaust auf das Kissen, also das Kind in Deinem Arm, und redest beruhigend auf es ein. Welche der beiden Möglichkeiten hilfreicher für dich ist, gilt es auszuprobieren.

 

Was kann ich sagen? „Du brauchst (doch) keine Angst haben!“ ist nicht hilfreich …

Achte darauf, dass Du NICHT zu deinem Inneren Kind sagst: „Du brauchst keine Angst haben.“ Dieser Satz, der oft in guter Absicht zu Kindern gesagt wird, ist nicht hilfreich, da die Angst ja bereits da ist. Ein ängstliches Kind, das hört, dass es keine Angst zu haben braucht, kommt zusätzlich – zu der Angst – in einen inneren Konflikt. Da es den Erwachsenen glaubt, dass es keine Angst zu haben braucht, will es die Angst weghaben. Doch es findet in sich selbst keinen Ausschalter für die Angst. Also wird es versuchen, die Angst zu verdrängen, wenn das Kind die angstauslösende Situation emotional nicht verarbeiten kann. Doch verdrängte Angst ist nicht weg, sondern nur ins Unterbewusstsein verdrängt. Dort wirkt sie unheilsam und spannungsverursachend weiter. Verdrängte Angst hat herbe Konsequenzen.

Das zweite ist, dass die Aussage „Du brauchst doch keine Angst haben!“ beim Kind nur wie ein Vorwurf ankommen kann, was die Angst nicht kleiner macht und zusätzlich Druck auslöst. Auch wird die Angst des Kindes herabgespielt wird, so, als hätte das Kind keinen Grund, Angst zu haben. Nur weil der Erwachsene aus seiner Perspektive keinen Grund für die Angst des Kindes sieht, heißt das nicht, dass es keinen Grund für das Kind gibt. Kein Kind hat grundlos Angst. Und diese Angst muss vom Erwachsenen erkannt und gesehen werden, damit sie sich im Kind wieder auflösen kann. Ansonsten wird das Kind diese Angst verdrängen müssen.

Hilfreicher ist es daher, (d)einem verängstigten (inneren) Kind zu sagen: „Ich sehe, dass du Angst hast. Ich fühle Deine Angst. Ich bin da.“ Dem Kind liebevoll in die Augen schauen und mit dem ängstlichen Kind einfach präsent sein, bis es sich beruhigt hat. Das dauert in der Regel nicht sehr lange, wenn sich das Kind wirklich in seiner Angst gesehen und verstanden fühlt. Es entspannt sich und kann sich in der geborgenen Wärme des Erwachsenen wieder öffnen.

Mit diesen einfachen Mitteln gelingt es in der Regel, die innere Erwachsenen-Klarheit und Ruhe wiederzugewinnen und sich mit der Angst zu verbinden, statt vor ihr wegzulaufen.

Im Weiteren, wenn die innere Stabilität wieder hergestellt ist, wäre es sinnvoll zu schauen, wovor die Angst eigentlich wirklich ist und weitere Schritte zu unternehmen, um sie gänzlich aufzulösen. Dazu ist professionelle Hilfe hilfreich – und sinnvoll! Doch das sei nur der Vollständigkeit halber erwähnt. In diesem Video ging es vor allem um praktische Tipps, die du als 1. Hilfe bei Angst und Panik anwenden kannst.

Ich hoffe, dass dir diese Tipps weiterhelfen mögen, wieder Herr in deinem inneren Haus zu werden und die Angst zu meistern.

Wenn du einschätzt, dass der Beitrag/das Video hilfreich für dich war und auch andere Menschen inspirieren könnte, teile das gerne in den Social Media Kanälen.

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Saskia John

Über die Autorin:

Saskia John wurde in der ehemaligen DDR geboren und studierte dort Veterinärmedizin. Nach der Wende absolvierte sie eine Ausbildung zur Heilpraktikerin. Seit 1994 arbeitet sie in ihrer eigenen Praxis. Sie unterstützt Menschen auf ihrem persönlichen Weg zu Heilung und spirituellem Wachstum.
Dabei greift sie auf langjährige Erfahrung in der Trauma Heilung, Inneren-Kind-Arbeit und in der Begleitung von Dunkelretreat-Prozessen zurück. Ihre Arbeit ist geprägt von Reisen nach China und Japan, die sie mit fernöstlichen Heilmethoden in Berührung kommen lassen.
Das Dunkelretreat ist ihr Herzens- und Forschungsprojekt. Sie selbst verbrachte insgesamt 62 Tage in absoluter Dunkelheit. „26 Tage Dunkelheit – Ein Bewusstseins-Experiment“ ist ihr zweites Buch.

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